Peter Christian Feigel | MUSIKALISCHE LEITUNG
Geboren in Lippstadt (Westfalen), 1983 Preisträger beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“, studierte Peter Christian Feigel nach dem Abitur das künstlerische Hauptfach Dirigieren, Schul- und Kirchenmusik, ev. Theologie und Philosophie an der Hochschule für Musik Detmold und der Universität Bielefeld. Auf das Kirchenmusik-A-Examen und die Künstlerische Reifeprüfung „Dirigieren“ folgten Engagements am Staatstheater Cottbus und am Berliner Friedrichstadt-Palast, dort als stellvertretender Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des jungen Ensembles.
Seit 2010 ist er 1. Kapellmeister und Supervisor für das Genre Musical an der Staatsoperette Dresden. In dieser Funktion betreute er diverse Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen, von denen er viele mit dem Ensemble und dem Orchester der Staatsoperette auch auf CD eingespielt hat, so unter anderem Stephen Sondheims „Passion“, Leonard Bernsteins „Wonderful Town“, Kurt Weills „One Touch of Venus“ und Stephen Schwartz‘ „Pippin“. In der Kategorie „Bestes Musikalisches Arrangement“ war er zweimal für den deutschen Musical Theater Preis nominiert.
Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Komischen Oper Berlin, der Deutschen Oper am Rhein und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg. Weitere Engagements führten ihn u. a. zum Deutschen Symphonie Orchester Berlin, zur Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, zur Staatskapelle Halle, zur Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, zum Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und zum Nationalorchester des rumänischen Rundfunks in Bukarest.
Sein künstlerisches Profil ist geprägt durch eine große stilistische Bandbreite und ein umfangreiches Repertoire, welches das traditionelle Musiktheater- und Konzertrepertoire ebenso einschließt wie Musical, Jazz, Pop und Cross-Over-Stilistiken. Diese Vielfältigkeit hat ihn zum Dirigenten zahlreicher Events und Großveranstaltungen sowie zum musikalischen Partner verschiedenster Künstler von Anna Netrebko, Camilla Nylund, Rolando Villazon über Till Brönner, Peter Maffay und Ben Becker bis hin zum Dresdner Kreuzchor gemacht.
(Foto: © Kai-Uwe Schulte-Bunert)
Till Nau | REGIE & CHOREOGRAFIE
Till Nau ist ein gefragter Regisseur und Choreograph auf dem deutschsprachigen Musicalmarkt. Zu seinen über fünfzig Arbeiten als Choreograph gehören u. a. die Stücke Trouble in Tahiti (Forum Hamburg), Aida – Das Musical und Ritter Rost (Ettlingen), Im weißen Rössl (Grenzlandtheater, Komödie Stuttgart), Blues Brothers, My Fair Lady, Toll trieben es die alten Römer und Der kleine Horrorladen (Landesbühnen Wilhelmshaven), Der Zauberer von Oz, Flashdance (Bad Vilbel), Ludwig² – Das Musical (Festspielhaus Füssen), Don Camillo & Peppone (Tecklenburg), Chess und Titanic(Staatstheater Schwerin, Theater Bremerhaven), Levay & Friends in Concert (Shanghai), Stephen Sondheims Company, Annie Get Your Gun, Der Vetter aus Dingsda, Hair und Kiss Me, Kate (Landesbühnen Sachsen), Gräfin Mariza(Staatstheater Karlsruhe), Jekyll & Hyde (Zeltpalast Merzig, Deutsches Theater München), Spamalot (Oper Halle), Lazarus (Bühnen Halle), Sister Act, Miami Nights (Freilichtspiele Tecklenburg), My Fair Lady (Aalto-Theater Essen), A Chorus Line (First Stage Hamburg), Cabaret und Die Fledermaus (Landesbühnen Sachsen).
Für die Produktionen Annie Get Your Gun, Kiss Me, Kate, Hair, Cabaret, Die Fledermaus, Spamalot, Catch Me If You Can und Lazarus war Till Nau neben der Choreographie auch für das komplette Lichtdesign verantwortlich.
Zu seinen Regiearbeiten gehören u. a. I Do! I Do! – Das musikalische Himmelbett (Landesbühnen Wilhelmshaven), Massachusetts – Das Bee Gees Musical (Tournee), Whitney – One Moment in Time (Tournee), die Uraufführung von William Dannes’ Die Königin von Deutschland (Komödie Bremen, Kassel und Bielefeld) sowie Alter Schwede! (Comödie Dresden). 2024 zeichnete Till Nau für die erste freie deutschsprachige Inszenierung von A Chorus Line (First Stage Hamburg) verantwortlich und übernahm dabei sowohl Regie als auch Choreographie. In der Spielzeit 2021/2022 war Nau als Co-Regisseur, Spielleiter und Choreograph für das Musical Chess am Stadttheater Bremerhaven tätig und kehrte in der Saison 2024/2025 als Regisseur und Choreograph für Catch Me If You Can zurück. Direkt nach der Premiere der West Side Story übernimmt Till Nau die Regie und Choreographie für das Musical Titanic an der Oper Chemnitz.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur und Choreograph ist Till Nau ein gefragter Dozent an deutschen Musicalschulen und unterrichtete u. a. an der Hochschule Osnabrück, der GMA, Stage Art und der Stage School Hamburg. Zuletzt leitete er mehrfach Masterclasses in Panama City.
Zudem gehört Till Nau zur offiziellen Jury für den Deutschen Musical Theater Preis 2026.
(Foto: © Tomas Cervinka)
Vasiliki Roussi | CO-REGIE
Die in Berlin lebende Schauspielerin und Sängerin Vasiliki Roussi erhielt ihre Ausbildung am Studio des Theater an der Wien, wo sie auch ihre Karriere in „Cats“ begann.
Im Anschluss spielte sie am Theater Basel Angelique („Der eingebildete Kranke“), Hero („Viel Lärm um Nichts“), Abigail („Hexenjagd“) und Irina („Drei Schwestern“).
Im Musical interpretierte sie die großen Frauenfiguren: Aurora („Kuss der Spinnenfrau“), Aldonza / Dulcinea („Der Mann von La Mancha“), Lucy („Jekyll & Hyde“), Anita („West Side Story“), Sally Bowles („Cabaret“), Charity („Sweet Charity“), Fosca („Passion“), Maria („Maria de Buenos Aires“)
Für ihre Verkörperung der Judy Garland in „Over the Rainbow“ erhielt sie von BroadwayWorld die Auszeichnung ‚Best Actress in a Play‘. Am Theater Lübeck war sie u.a. in Vögel( Wajdi Mouawad) , Platonow, „Sting – The Last Ship“
Vor der Kamera arbeitete sie sowohl für Kino- wie auch Fernsehproduktionen („Der letzte Zeuge“, „Tatort“, „SOKO Leipzig“, „Die Mutprobe“, „Ostsee für Sturköppe“, „Rosenheim Cops“).
Die Rolle der Edith Piaf prägt seit 2012 ihr Oeuvre. Sie verkörperte die legendäre Sängerin in Bühnenstücken, „Spatz und Engel“ (Renaissance Theater) sowie in ihrem eigenen Soloprogramm.
(Foto: © Adrian Serini)
Momme Hinrichs | BÜHNE
Momme Hinrichs ist Mitbegründer des Künstlerduos fettFilm und zählt zu den prägenden Bildgestaltern des zeitgenössischen Musiktheaters. Seine Arbeiten verbinden Projektion, Raum und Musik zu eindrucksvollen, atmosphärischen Bühnenwelten und waren u. a. in Paris, Wien, Dresden, Genf, Salzburg, Bayreuth und Bregenz zu sehen.
In der Saison 2025/26 gestaltet der Bühnen- und Videokünstler Momme Hinrichs u. a. Les Contes d’Hoffmann an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und On the Town an der Deutschen Oper am Rhein. Weitere Arbeiten führen ihn an die Oper Graz (Der Rosenkavalier), das Aalto-Musiktheater Essen (Die verzauberte Stadt) und das Theater Bern (Jesus Christ Superstar).
In der Saison 2024/25 war Momme Hinrichs bereits mit mehreren großen Neuproduktionen präsent: Er eröffnete die Spielzeit an der Semperoper Dresden mit Mefistofele (Regie: Eva-Maria Höckmayr), es folgten Der Freischütz am Staatstheater Cottbus, Tannhäuser an der Wiener Staatsoper sowie Der fliegende Holländer beim Opernfestival im Steinbruch St. Margarethen.
Auch in der Saison 2023/24 war er breit vertreten: u. a. mit Don Carlos am Grand Théâtre de Genève, Die Zauberflöteam Gärtnerplatztheater München, Candide am Theater an der Wien (alle unter der Regie von Lydia Steier bzw. Josef E. Köpplinger) sowie Jesus Christ Superstar am Staatstheater Nürnberg (Regie: Andreas Gergen). Weitere Höhepunkte dieser Spielzeit waren Die Frau ohne Schatten bei den Osterfestspielen Baden-Baden und Salome an der Opéra de Paris – beide in der Regie von Lydia Steier.
Seit den frühen 2000er-Jahren prägt Hinrichs als Videodesigner und Szenograf maßgeblich die Entwicklung einer immersiven Bildsprache auf der Opernbühne. Gemeinsam mit fettFilm etablierte er die Videokunst als eigenständige Ausdrucksform im Musiktheater. Seit 2007 erweitert er seine Tätigkeit kontinuierlich als Bühnenbildner und Regisseur.
Seine Arbeiten führten ihn an viele bedeutende Häuser und Festivals, darunter die Wiener Staatsoper, die Opéra de Paris, die Semperoper Dresden, das Grand Théâtre de Genève, das Theater an der Wien, sowie die Festspiele in Salzburg, Bayreuth, Bregenz und Baden-Baden. Internationale Engagements brachten ihn darüber hinaus nach Nordamerika, China, Indien und in den Nahen Osten.
Für seine Bühnen- und Videogestaltung von Der fliegende Holländer an der Donbass Opera Donezk wurde er 2012 gemeinsam mit fettFilm mit dem Taras-Schewtschenko-Preis, der höchsten Kulturauszeichnung der Ukraine, ausgezeichnet.
2025/26
(Foto: © Bianca Becker)
Marion Hauer | KOSTÜME
Nach einem Studium der Fotografie sammelte Marion Hauer die ersten Theatererfahrungen als Ausstattungsassistentin an der Württembergischen Landesbühne Esslingen. Dort konnte Sie bereits eigene Bühnen- und Kostümbilder in
Zusammenarbeit mit der Regisseurin Brigitte Dethier realisieren. Seit 1993 arbeitet sie als freischaffende Bühnen- und Kostümbildner in allen Theaterbereichen. Sie erarbeitete u.a. für das Goethe Institut Hanoi die vietnamesische Uraufführung des Stücks „Der Besuch der alten Dame“, ihr Bühnenbild für die Uraufführung der Produktion „Spur der Steine“ (Regie Cornelia Crombolz, Theater Magdeburg) erhielt eine Nominierung für das „Beste Bühnenbild“ im Jahrbuch der Zeitschrift „Theater Heute“.
Weitere Produktion führten sie u.a. an das Schauspiel Leipzig, Staatstheater Nürnberg, Theater Ingolstadt, Staatstheater Wiesbaden, Schauspielhaus Graz und das Landestheater Innsbruck. Außerdem wirkte sie bei mehreren Filmproduktionen als Kostümberatung für historische Kostümdesigns mit (u.a. „Der Sommer der Gaukler, Regie : Markus H. Rosenmüller).
Seit 2020 leitet Marion Hauer die Kostümabteilung der Luisenburg Festspiele Wunsiedel und realisiert dort mit ihrem Team jährlich bis zu 5 Kostümbilder verschiedener Kostümdesigner und auch ihre eigenen Kostümdesigns ( u.a. West Side Story 2025, „Der Sommernachtstraum“ 2024 ,“Kalte Freiheit“ 2023 )
(Foto: © privat)
Joachim Arnold
Joachim Arnold (60) ist der „Macher“ der Opernfestspiele am Saarpolygon. Er wurde als Pianist und Dirigent ausgebildet und war Preisträger bei zahlreichen Musikwettwerben. Seit 1994 hat er als Produzent eine Vielzahl von spektakulären Opern- und Musical-Produktionen verantwortet, darunter Wagners Rheingold oder die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals The Addams Family.
Neben seinen Projekten für Musik & Theater Saar – Oper und Musical im Zeltpalast, Klassik am See Losheim oder Kammermusiktage Mettlach – war er auch Marketingdirektor am Opernhaus Zürich, Künstlerischer Leiter der Opernfestspiele St. Margarethen (Österreich), Intendant auf Schloss Esterházy in Eisenstadt und Operndirektor an den Wuppertaler Bühnen. An der Idee der Opernfestspielen am Saarpolygon arbeitete er bereits seit 2018, bevor diese im Jahr 2024 mit Mozarts Zauberflöte Premiere feierten.
